Mirena

 

Was ist Mirena und wann wird es angewendet?

Mirena ist ein Gestagen abgebendes Intrauterinsystem (IUS) und dient

·der Empfängnisverhütung,

·der Behandlung übermässiger Menstruationsblutungen sowie

·dem Schutz vor einem übermässigen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumshyperplasie) während einer Östrogen-Ersatztherapie in den Wechseljahren oder danach.

Mirena besteht aus einem ca. 3 cm langen T-förmigen Kunststoffkörper, der nach der Einlage in die Gebärmutter das Hormon Levonorgestrel abgibt. Dieses Hormon ist einem der körpereigenen Hormone der geschlechtsreifen Frau ähnlich.

Die T-Form des Kunststoffkörpers ermöglicht eine optimale Anpassung an die Form der Gebärmutter. Das Hormon befindet sich in einem zylinderförmigen Reservoir am senkrechten Teil des Kunststoffkörpers und wird in kontinuierlicher, sehr kleiner Menge (20 Mikrogramm in 24 Std.) an den Körper abgegeben. Am unteren Ende von Mirena befindet sich eine Öse, an der die Kontrollfäden befestigt sind, die Sie selbst ertasten können. Der Kunststoffkörper enthält Bariumsulfat, und ist somit bei Röntgenaufnahmen sichtbar. Sowohl der Kunststoffkörper mit seiner speziellen T-Form als auch das Hormon Levonorgestrel dienen der Empfängnisverhütung, und zwar auf folgende Weise:

·Der Schleim im Gebärmutterhals wird durch Levonorgestrel dickflüssig und damit zur Barriere für die Spermien.

·Durch die lokale Einwirkung von Mirena auf die Gebärmutterschleimhaut werden die Bedingungen für die Einnistung des Keimes erschwert.

·Weiter wird das Milieu in der Gebärmutter und den Eileitern so verändert, dass die Spermien in ihrer Beweglichkeit weitgehend gehemmt und in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.

·Eireifung und Eisprung können beeinflusst werden; bei einem Teil der Frauen wird der Eisprung unterdrückt.

Levonorgestrel führt auch zu einem verminderten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und damit zu einer Verringerung des menstruellen Blutflusses und der menstruellen Beschwerden bei Patientinnen mit übermässigen Menstruationsblutungen. Die Verminderung des Blutverlustes führt auch zu einer Besserung der Blutarmut. Bei Anwendung von Mirena zusammen mit einer Östrogen-Ersatztherapie in den Wechseljahren oder danach wirkt Levonorgestrel dem übermässigen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut entgegen, welche durch das Östrogen verursacht wird.

Mirena wird von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin eingelegt.

 

Kosten: Einlage 200,00 Euro + Materialkosten Mirena z.T 153,00 Euro

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Dr.med Holger Czock
Dr.med Ellen Soukup

 

Praxis für Frauenheilkunde

Dr. med Holger Czock
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